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Wie kam es zur Hexenverfolgung?

Hexen galten damals als böse. Man sagte ihnen nach sie hätten einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Man gab ihnen die Schuld an unerklärlichen Erkrankungen, an Unwettern, Frühgeburten...
Man glaubte Hexen brauten in ihren Hexenhäusern geheime Gifte und sie könnten das Wetter beherrschen.

391 wurde das Christentum offizielle Staatsreligion. Die Kirche hat dem Glauben viel nachgeholfen mit großen Bauten, Schriften usw. Der Glaube an Hexerei, Naturreligionen war schon immer vorhanden. Und er war weit verbreitet. Die Kirche versuchte dem Einhalt zu gebieten, schaffte es aber nicht.
ca. 500 wurde der der Hexenglaube von der Kirche verleugnet.
543 wurde die Existenz der Hölle offiziell bestätigt.

Zwischen 1000 und 1200 begann die Inquisition verstärkt die alten Stämme und deren Glaube zu verfolgen. Die Kirche war dabei die treibende Kraft, da sie das Christentum als einzig wahren Glauben hervorbringen wollten.

Bis 1200 war noch keine Todesstrafe vorgesehen für Hexerei. Damals wurde man mit Kirchenbußen oder sonstigem bestraft.

1252 wird die Folter als Mittel zur Wahrheitsfindung anerkannt.
Ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Hexenverfolgung wurden viele Menschen gefoltert und nur wenige überlebten diese Folter. Ziel war es die Menschen so lange zu Foltern bis sie genügend "Komplizen" genannt hatten.
Da der Henker keine andere Tätigkeit ausüben durfte und er pro Hinrichtung Geld bekam, hing sein Wohlergehen davon ab wie viele Prozesse folgten. Und so konnten einem Prozess hundert weitere folgen.
Mütter hatten es besonders schwer. Da ihre Kinder ausgenutzt wurden um ihre eigene Mutter als Hexe zu beschuldigen. Die Kinder, meist waren sie unter 10 Jahren alt, wurden sofort gefoltert. Da sie dieser Folter kaum standhalten konnten sagten sie meistens aus und so wurden viele Mütter der Hexerei verurteilt.
Die wenigen Überlebenden berichteten von unvorstellbar schlimmer Folter, was man ihnen aber damals nicht glaubte.

1264 war die erste Verurteilung in einem Hexenprozess.

ca. 1450 begann die richtige Hexenverfolgung. Sie dauert bis ins 18. Jahrhundert.
Die Verbreitung von Schriften verstärkte die Hexenverfolgung. Das bekannteste Buch dürfte wohl der "Hexenhammer" sein. Dieses Werk betrachtet die Frau als Hauptfeindin der Kirche. Autoren: Heinrich Institoris und Jakob Sprenger. Der Hexenhammer enthält Anweisungen zur genauen Prozessführung. Deswegen wurde er zu einem Gebrauchswerk für Hexenrichter. Außerdem enthält er eine genaue Darstellung des Hexenglaubens und die Vorgänge bei einer Behexung von Menschen, sowie ein System zur Ausrottung von Hexerei.

Im 16. Jahrhundert spitzte sich die Hexenverfolgung zu. Viele Menschen wurden hingerichtet, immer weniger Anschuldigungen ließen sich rational erklären. Es genügte schon die falsche Haar- oder Augenfarbe zu haben oder das falsche zu sagen um als Hexe vor Gericht zu kommen und Verurteilt zu werden.

1532 schafft die Gerichtsverordnung des Kaiser Karl der V die Grundlage zur massenhaften Durchführung von Hexenprozessen in Deutschland.

1585 lies der Erzbischof von Trier so viele Frauen als Hexen verbrennen das in zwei Dörfern noch jeweils zwei Frauen übrig blieben.

Ende des 16. Jahrhunderts erlangte die Vernunft langsam wieder die Oberhand und die Leute begannen wieder klar zu denken. Dies führte zum Niedergang der Inquisitionsgerichte.
1600 die letzte Hinrichtung in Holland
1630 lassen der Bischof von Würzburg und der Erzbischof von Bamberg zusammen fast 2000 Frauen verbrennen.
1684 die letzte Hinrichtung in England
1745 die letzte Hinrichtung in Frankreich
1775 die letzte Hinrichtung in Deutschland
1782 die letzte Hinrichtung in der Schweiz
1792 letzte Hinrichtung in Polen.

Alte Frauen die senil wurden und ihrem Dorf langsam zur Last fielen wurden als Hexen angeklagt um sie sich vom Hals zu schaffen.
Die Hexenverbrennung war nur eine der vielen grausamen Hinrichtungsarten. Viele Frauen wurden einfach ins Wasser geworfen, konnte sie schwimmen war sie eine Hexe und wurde verbrannt, ging sie unter und ertrank war sie ebenfalls tot weil als Hexe entlarvt. Man wurde "gerädert", gevierteilt, lebendig erschossen, geköpft

Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden Millionen von Frauen und Männern grundlos hingerichtet. Obwohl man dazu sagen muss das es zu 90% Frauen waren die hingerichtet wurden, Männer waren eher die Ausnahme.

Die Hexenverfolgung war Menschenunwürdig und Frauenfeindlich.
Hoffen wir dass es nie wieder so weit kommt!